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Geben Sie nicht zu schnell auf!

Von der Personalabteilung eines Unternehmens wurde ich gebeten, das Coaching einer Mitarbeiterin zu übernehmen, von deren Fähigkeiten man zwar sehr viel hielt, die es jedoch deutlich an Eigeninitiative mangeln ließ. Es dauerte dann auch ziemlich lange, bis die Mitarbeiterin einen Termin für ein Coaching vereinbarte. 

Wie sich beim ersten Treffen herausstellte, hatte die Software-Entwicklerin, um eine solche handelte es sich, zunächst eben gar kein Interesse, zu mir zu kommen - sie sah nicht ein, weshalb sie ein Coaching machen sollte - schließlich lag es an den anderen… Sie war mit ihrer beruflichen Situation  total unzufrieden, so sehr, dass sie eigentlich auf dem Sprung war, in eine andere Firma zu wechseln. Der Grund ihrer Unzufriedenheit lag darin, dass sie sich immer wieder ausgebremst fühlte. Als Software-Entwicklerin verfügte sie über die neueste Technologie und hatte, wie sie bereitwillig erzählte, auch viele Ideen, wie man diese Tools zum Nutzen der Kunden einsetzen könnte, doch schien in der Firma keiner ein Interesse daran zu haben. Sie beklagte sich ausführlich darüber, dass ihre Kollegen lieber immer alles „wie gehabt“ machen wollten, und ihre Vorschläge vom Tisch wischten. Im Gespräch wurde ihr jedoch schnell klar, dass es auch, wenn sie sich eine andere Stelle suchte, nicht von vornherein erkennbar sein würde, ob sie da bessere Bedingungen vorfinden würde.

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Prüfungsangst? Das muss echt nicht sein!

Unter der Überschrift „Die Angst vor dem Scheitern“ berichtete der „Südkurier“ vom 21.06.18 über sage und schreibe 48 (achtundvierzig!) Studenten, die eine Klausur an der Stuttgarter Universität frühzeitig abgebrochen haben. Überregionale Zeitungen schrieben ebenfalls darüber. Es ist davon auszugehen, dass bei einer Mehrheit der Abbrecher Prüfungsangst die Ursache des Aufgeben war. Selbst wenn man zehn oder elf Studenten abzieht, die vielleicht wirklich nicht genügend gelernt hatten, sind das doch viel zu viele Menschen, die ganz überflüssigerweise leiden. Denn man kann wirksam etwas gegen Prüfungsangst tun! Und zwar in allen Lebenslagen - es sind ja nicht nur Schüler oder Studenten von diesem Phänomen betroffen. Berufstätige erleben Accessment Center, wichtige Präsentationen oder Auftritte bei Kunden oder auf Kongressen ebenfalls oft als schlimme „Prüfungen“. Künstler leiden manchmal unter so gravierenden Formen von Lampenfieber, dass sie in letzter Konsequenz ihren Beruf nicht mehr ausüben können. 

Wer vor lauter Panik in ein komplett schwarzes Loch fällt und keine seiner Ressourcen mehr zur Verfügung hat, der kann noch so viel lernen, sich noch so gut vorbereiten, er wird unter Umständen scheitern. Und selbst wenn er die Situation mit Ach und Krach, oder auch letztlich mit Bravour, besteht, hat ihn das alles eine solche Unmenge an Energie, Stress und Aufregung gekostet, dass allein schon der Gedanke an ein mögliches „nächstes Mal“ Übelkeit verursacht. Aber das eine ganze Karriere daran scheitert, ist überflüssig!

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